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Die Situation der Frauenhäuser spitzt sich zu

Frauen und Mütter mit Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, haben es schwer, in Hessen noch Schutz in Frauenhäusern zu finden, da die Kapazitäten in den Frauenhäusern im ganzen Bundesland ausgeschöpft sind. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf einen erneuten Berichtsantrag der SPD-Landtagsfraktion (Drucksache 20/333) hervor. Demnach seien im Jahr 2016 2793 Frauen und im Jahr 2017 2697 Frauen wegen Überfüllung in Hessen nicht mehr aufgenommen worden. Die Zahlen für 2018 lagen laut Landesregierung noch nicht vor, man gehe jedoch davon aus, dass sich die Situation auch im vergangenen Jahr weiter zugespitzt habe. „Die Zahlen sind erschreckend und belegen die angespannte Situation der Frauenhäuser, die uns auch in vielen Gesprächen seit Jahren berichtet wird. Angesichts dessen ist es völlig unverständlich, dass die Landesregierung im Sozialpolitischen Ausschuss am vergangenen Donnerstag den von uns geforderten Ausbau der Frauenhausplätze in Hessen abgelehnt hat“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und  frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Lisa Gnadl, am Samstag in Wiesbaden.

Ein Problem der Frauenhäuser sei, dass Frauen, die nicht mehr länger schutzbedürftig seien, trotzdem weiterhin Plätze im Frauenhaus belegten, da sie auf dem angespannten Wohnungsmarkt keine bezahlbare Wohnung fänden. Dies werde nicht mehr nur aus dem Ballungsraum berichtet, sondern auch von Frauenhäusern im ländlichen Raum. Gnadl verwies auf die Notwendigkeit, dass die Landesregierung stärker im Bereich des sozialen Wohnungsbaus investieren müsse. „Doch das allein reicht einfach nicht aus. Wir brauchen auch zusätzliche Plätze in den Frauenhäusern. Außerdem muss das Land die Kommunen bei der Bereitstellung von Übergangswohnungen für schutzbedürftige Frauen und ihre Kinder unterstützen. Für Frauen und Kinder in Not ist die Situation, von einem Frauenhaus abgewiesen zu werden eine Katastrophe und für die Mitarbeiterinnen in den Frauenhäusern eine große psychische Belastung. Deshalb appellieren wir noch einmal an die Landesregierung, diese katastrophale Situation schleunigst zu beenden und mehr Plätze in Frauenhäusern zu schaffen“, sagte Lisa Gnadl.

 

Berichtsantrag zur Situation der Frauenhäuser in Hessen
Bild: Angelika Aschenbach

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