Joachim Arnold zu Gast in Münzenberg – Kamingespräch in der Gaststätte „Zum Löwen“

So wurde unter anderem über die Wirtschaftsförderung im Wetteraukreis gesprochen. Arnold wies darauf hin, dass Wirtschaftsförderung immer zwei Pfeiler umschließe – Bestandspflege und Neugewinnung. „Zu aller erst geht es darum ginge zunächst darum, Unternehmen an dem jeweiligen Standort zu halten, sich vor Ort um die Wirtschaftstreibenden zu kümmern und für die Unternehmen wichtige Infrastruktureinrichtungen bereit zu stellen.“, so Landrat Arnold. Dabei sprach er das Thema Mobilität an. Es ginge zukünftig nicht mehr nur darum, Waren und Personen von A nach B zu bringen und Straßen und Schienennetze auszubauen, sondern darum, Gedanken und Ideen zu transportieren – durch ein gut funktionierendes Breitbandnetz. Jeder Unternehmer brauche eine schnelle und zuverlässige Datenautobahn und auch für Privatpersonen sei ein guter Internetzugang essentiell wichtig. Deshalb erläuterte Arnold den derzeitigen Stand der Ausbauaktivitäten und über den weiteren Prozess im Hinblick auf die Gründung einer Beteiligungsgesellschaft. "Wir haben für die Wetterauer Städte und Gemeinden dieses wichtige Projekt mundgerecht serviert, jetzt gilt es für diese mit zu machen und dabei zum Wohle aller die Kräfte bündeln", skizzierte Landrat Arnold das strategische Vorgehen.

In Zukunft gehe es darum, Köpfe in den Wetteraukreis zu ziehen. Dies gelinge laut Arnold nicht nur dadurch, den Wetteraukreis als Arbeitsmarkt interessant zu machen, sondern auch als Lebensmittelpunkt für Menschen. "Wir müssen es schaffen, dass sich Menschen im Wetteraukreis wohlfühlen und sich mit der Region verbunden fühlen", sagte Arnold. Die Wetterau biete viele Sehenswürdigkeiten, schöne Landschaften und gut vernetzte Rad- und Wanderwege. Als passionierter Wanderer kam Arnold mit den Anwesenden über die landschaftlichen Vorzüge der Region ins Ge-spräch. Selbstverständlich waren auch die Burganlage Münzenberg, die Butzbacher Altstadt, der Limesradweg Gesprächsinhalt, ebenso wie die Wetterauer Seenplatte.

Die Themenvielfalt war auch an diesem Abend wieder gegeben – gesprochen wurde über die Herausforderungen der Flüchtlingsunterbringung, über die gelungene Sanierung des Kreishaushaltes, über die enormen Ausgaben des Kreises im Bereich Bildung , Familien- Jugendhilfe.

Gut drei Stunden tauschten sich die Anwesenden um Joachim Arnold beim Flimmern des Kaminfeuers aus, bis Lena Herget, die den Abend moderiert hatte, allen für ihr Kommen dankte. Das nächste Kamingespräch findet am Montag, 6. Januar um 19.00 Uhr in Rosbach, Sportallee 1, in der Gaststätte "GrasGrün" statt.