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Starke Wetterau.

Pressespiegel:

11. Februar 2019
Stephanie Becker-Bösch

Mittendrin und Miteinander – Neuausrichtung der Eingliederungshilfe

2016 wurde das Bundesteilhabegesetz verabschiedet. Es soll die Selbstbestimmung und die Teilhabe von Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung stärken. Umfassende Änderungen sollen bis 2023 umgesetzt werden. Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch war zum Gespräch in der Wohnstätte der Lebenshilfe Wetterau in Gedern.

Seit März 2017 befindet sich mitten im Ortskern von Gedern die Wohnstätte der Lebenshilfe Wetterau. Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung haben dort ihr zuhause gefunden. Auf dem Gelände des ehemaligen Parkdecks in der Gederner Innenstadt entstand vor einem Jahr die Wohnstätte mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. „Wir sind sehr dankbar, dass wir das Haus mitten im Stadtzentrum errichten konnten. Von Anfang an herrschte von allen Seiten eine große Akzeptanz für das Projekt, gerade aus der Gederner Bevölkerung“, so Fachbereichsleiter Andreas Beck.

Fünfzehn von siebzehn Wohneinheiten sind innerhalb eines Jahres schon belegt worden. Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Betreuung von Menschen mit einer zusätzlichen körperlichen Behinderung sowie einer Sehbehinderung oder Blindheit. Durch multiprofessionelle Teams gelingt es, eine umfangreiche Betreuung zu gewährleisten. Von heilpädagogischen über therapeutischen bis hin zu medizinischen und pflegerischen Angeboten „Uns ist es auch wichtig, das selbstbestimmte Leben der Menschen zu fördern. Daher bieten wir auch auf die individuellen Bedürfnissen und Interessen abgestimmtes Tagesprogramm ab.“ Auch gemeinsame Ausflüge und Urlaubsfahrten stehen auf dem Programm.

Im Vordergrund des Gesprächs mit Erster Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch standen insbesondere die Fragen rund um das Bundesteilhabegesetz. Durch das Gesetz soll die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung durch mehr Selbstbestimmung und mehr Teilhabe verbessert werden So wird unter anderem der Begriff der Behinderung neu definiert, durch eine ganzheitliche Bedarfsermittlung können Leistungen personenzentriert ermöglicht werden. Das Gesetz ist im Dezember 2016 verabschiedet worden und soll bis 2023 in mehreren Phasen umgesetzt werden.

„Das Gesetz stellt einen Paradigmenwechsel dar, weil sich die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung damit grundlegend neuausrichtet“, so Vizelandrätin und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch. „Im Vordergrund stehen ganz klar die Wünsche und Ziele der Menschen mit Behinderung. Aktives Miteinander, Förderung von Inklusion, Zugang zum gesellschaftlichen Leben, gemeinsame Entwicklung von Lebensperspektiven – all das sind Punkte, die im Fokus des Bundesteilhabegesetzes stehen. Es befähigt Menschen mit Behinderung, mit ihren Stärken wahrgenommen zu werden und sie verstärkt als wichtiges Mitglied unserer Gesellschaft wertzuschätzen.“

(Quelle und Bild: Pressedienst Wetteraukreis)

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