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Starke Wetterau.

Meldung:

10. Oktober 2018
Lisa Gnadl

Blockheizkraftwerke als Bausteine einer modernen Versorgungsstruktur

Gemeinsam mit dem Vorstandsmitglied der Mittelhessischen Energie Genossenschaft (MiEG), Diethardt Stamm, besuchte die Wetterauer Landtagsabgeordnte Lisa Gnadl (SPD) das Blockheizkraftwerk in der Justus-von-Liebig Therme in Bad Salzhausen. Die MiEG unterstützt als Partner die Kraft-Wärme-Kopplungs-Kampagne des BUND zu Blockheizkraftwerken. Im Rahmen dieser Infokampagne dient die OVAG Energie AG als Partner der MiEG, die selbst keine Anlage betreibt. So fand sich auch OVAG-Mitarbeiter Thomas Eckhardt zum Termin ein und erklärte technische Daten und Versorgungskonzept des Blockheizkraftwerks ins Bad Salzhausen. Von Seiten der Stadt Nidda vertrat Erster Stadtrat Reimund Becker den Kunden des Anlagensystems.
„Im Kurort Bad Salzhauen stehen viele öffentliche Einrichtungen, Hotels und Kulturräume auf kleinem Raum. Diese Versorgungsdichte ist eine gute Voraussetzung für die Inbetriebnahme eines Blockheizkraftwerks,“ erklärte Thomas Eckhardt. Anders als beispielsweise bei Schulen, die erst im Herbst mit dem Heizen beginnen, müsse das Bad ganzjährig geheizt werden.
„Es ist gut, wenn öffentliche Gebäude vor Ort mit Energie versorgt werden können. Das erspart den aufwendigen Energietransport“, so Lisa Gnadl, die den infrastrukturellen Wert des Kraftwerks in den Fokus rückte. Auch das Vorstandsmitglied der MiEG, Diethardt Stamm, hält die Anlage für mehr als gelungen: „Die Anlage wird mit Bio-Erdgas betrieben. Als regenerativer Brennstoff hat das Bio-Erdgas sehr geringe CO2-Emissionen.“ Dazu ergänzte Thomas Eckhardt, dass das Bio-Erdgas aus der Region stamme, denn es werde in der OVAG-Biogasanlage in Wölfersheim erzeugt.
Die in 2001 in Betrieb genommene Anlage stellt auch den Kunden, die Stadt Nidda, zufrieden. „Die Anlage versorgt alle öffentlichen Liegenschaften und die Wartungskosten sind über den Vertrag mit der OVAG an diese abgegeben worden. Eine rundum positive Bilanz,“ so Niddas Erster Stadtrat Becker.
Neben den Anlagen in der Gederner Gesamtschule mit 200.000 Kilowattstunden (kWh) Stromerzeugung pro Jahr und den beiden 124 Kilowatt starken Blockheizkraftwerken, welche die Gebäude des Friedberger Europaplatzes mit rund 1,5 Millionen kWh pro Jahr versorgen, zählt die Leistung des Werkes ins Bad Salzhausen zu den großen Anlagen in der Wetterau. Die Stromerzeugung liegt bei knapp einer Million kWh pro Jahr.
Generell haben Blockheizkraftwerke Konjunktur bei kommunalen Energieversorgungskonzepten. Vorstellbar sind auch Versorgungsanlagen im Niddaer Verwaltungszentrum um das Rathaus herum. „Das Rathaus liegt in der Mitte. Darum erstrecken sich Schwimmbad, Bürgerhaus, Karl-Dietz-Haus und die Stadtbibliothek. Das wäre eine Überlegung wert“, so der Erste Stadtrat Becker zur perspektivischen Energieversorgung öffentlicher Gebäude.
Lisa Gnadl weiß, dass auch in den Ortschaften alternative Versorgungsangebote diskutiert werden. Die OVAG Energie AG sei hier auch schon im Gespräch. „Für Dorfkerne und Neubaugebiete sind Anlagen mit Gas und Fernwärme ideal, denn die Anschlussgeräte beim Endverbraucher sind sehr klein, ähnlich wie eine Kiste Wasser. Sie benötigen keinen eigenen Heizraum“, so Thomas Eckhardt.
Auch Diethardt Stamm unterstützt weitere Maßnahmen in Richtung von Blockheizkraftwerken. „Es würde sich für rund die Hälfte der Kommunen im Versorgungsgebiet der OVAG anbieten, ähnliche Anlagen in Betrieb zu nehmen.“ Lisa Gnadl begrüßt die Zusammenarbeit zwischen den Städten und Gemeinden, der MiEG sowie der OVAG. „Wenn Kunde, Versorger und Förderer an einem Strang ziehen, können wir uns in Sachen Versorgung vor Ort auf gute, effiziente Ergebnisse verlassen“, fasste die Landtagsabgeordnete abschließend zusammen.

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