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Starke Wetterau.

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29. August 2018

Natalie Pawlik (SPD): „Spurwechsel: Das gebietet die Vernunft und Humanität“

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD Wetterau, Natalie Pawlik, begrüßt die mögliche Einführung eines Einwanderungsgesetzes auf Bundesebene, das einen sogenannten "Spurwechsel" vom Asylrecht auf das Einwanderungsgesetz möglich machen würde. Die Blockade der CSU und von einigen Teilen der CDU kritisierte sie hingegen hingegen aufs schärfste. Diese Blockade sei rein ideologisch motiviert, inhuman und zudem volkswirtschaftlich völlig unvernünftig.
„Auch bei uns im Wetteraukreis werden dringend Fachkräfte gebraucht, im Handwerk, in der Pflege und in der Gastronomie“, erläutert Natalie Pawlik die Bestrebungen der SPD für ein neues Einwanderungsgesetz. „Die Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus und die ungewisse Bleibeperspektive hindert Unternehmen daran, gut integrierte Asylsuchende einzustellen. Diese Hürden und Unsicherheiten können durch die Möglichkeit einer Einwanderung nach dem neuen Gesetz erheblich gemindert werden“, so Pawlik mit Blick auch auf die Unternehmen. Das Damoklesschwert der drohenden Abschiebung demotiviere zugleich die Schutzsuchenden. „Fälle wie das Schicksal der Familie Latifi aus Friedberg (WZ Bericht vom 13.01.2017) oder von Tariq Khan aus Bad Vilbel (FNP Bericht vom 11.07.2018) bewegen mich sehr und sie machen deutlich, wie dringlich ein Einwanderungsgesetz mit einer Öffnung auch für Menschen, die hier her bereits geflüchtet sind, gebraucht wird. Das betrifft Menschen hier vor Ort, die längst unsere Freunde, Kollegen und Nachbarn sind“, so die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende und ehemalige Bundestagskandidatin der Wetterauer SPD, Natalie Pawlik.
„Es entsteht häufig der Eindruck, dass gerade diejenigen abgeschoben werden, die besonders gut integriert sind. Tatsächlich ist es so, dass es im deutschen Asylrecht völlig egal ist, ob der Betroffene sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, eine Ausbildung macht oder perfekt Deutsch kann“, erläutert Pawlik. „Warum sollte es jemanden, der bereits hier lebt und die Kriterien für ein Bleiberecht im Sinne des neuen Einwanderungsgesetzes erfüllt, verwehrt werden, hier zu bleiben? Während eine Person, die dieselben Kriterien erfüllt, einwandern darf, nur weil diese Person noch nicht hier ist“, erläutert Pawlik ihr Unverständnis. „Das ist für mich nicht nur völlig inhuman, sondern auch volkswirtschaftlich völlig irrational, in einem Land, das händeringend Arbeitskräfte sucht. Die Haltung der Unionsparteien ist für mich daher nicht nachvollziehbar", zeigt sich Pawlik von der Mehrheitsposition in der Union schockiert.
„Wir müssen Beschäftigung und Integration fördern und nicht verhindern. Ein möglicher Spurwechsel vom Asyl- ins Einwanderungsrecht kann dabei helfen“, zeigt sich Natalie Pawlik überzeugt.

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