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Starke Wetterau.

Meldung:

12. März 2018
Naturschutz und Naherholung

Stephanie Becker-Bösch besucht Bingenheimer Ried

Früh morgens trafen sich Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch, Hans Hahn und Udo Seum bei klirrender Kälte und Sonnenschein im Bingenheimer Ried. Udo Seum, der sich seit über 35 Jahren im NABU-Bingenheim vorbildlich engagiert und zudem Mitglied im Arbeitskreis Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. ist, führte die Interessierten fachkundig durch das Naturschutzgebiet. Das insgesamt 100 Hektar umfassende Ried wurde 1986 zum Naturschutzgebiet für seltene Entenarten ausgewiesen. Im Frühjahr und Herbst sind Wiesen- und Schilfflächen überschwemmt. Zur Zugzeit kann man neben allen heimischen Entenarten auch viele Watvögel sehen. Das Ried, das zwischen Reichelsheim und Echzell liegt, bietet eine enorme Artenvielfalt. Überall sind gute Beobachtungsmöglichkeiten zu finden.
Mit einem Spektiv und einem Fernglas in der Hand ging es auf Erkundungstour. Udo Seum zeigte den Besuchern den eingerichteten Amphibienzaun von Heuchelheim nach Gettenau und berichtete über die seltene Knoblauchkröte, die im Ried eine Besonderheit darstellt. „Wir haben hier das größte Aufkommen in Hessen“, sagt Seum stolz. Der Naturfreund Seum stellte auch die „nordischen Winter-Gäste“ vor. „Wir haben hier neun verschiedene Entenarten und sechs verschieden Gänsearten“, erklärt Seum. Durch das Spektiv konnte an diesem Morgen die Schnatter-, Spieß-, Krick- und Pfeifente entdeckt werden. Besonders stolz ist Seum auch auf die derzeit acht besetzten Storchennester, die bei den Ried-Besuchern besonders beliebt sind. Die Gruppe tauschte sich auch über die anstehende Aktion des NABU-Bingenheim – die Verteilung von Blütenwiesensamen an die Haushalte in Echzell – und über bestehende Pflegekonzepte aus.
„Wir müssen mit der Natur haushalten“, mahnt Seum. „Ja, und wir können mit der Natur in der Wetterau auch punkten. Wir leben in einer wunderbaren Landschaft, die einen guten Ausgleich schafft zu unserem Arbeitsalltag. Naturschutz und Naherholung können in bestimmten Bereichen gut miteinander in Einklang gebracht werden“, sagt Becker-Bösch. „Unser Natur-Potential ist ein wichtiger Standortfaktor. Die Menschen kommen auf‘s Land und sagen: ‚Hier ist es schön, hier will ich wohnen‘“, führt die Sozialdezernentin weiter aus, „Gebiete, wie das Ried, lassen Landlust verspüren und sind geeignete Orte, um Entspannung und Ausgleich zu finden“.
Was Udo Seum sich von der zukünftigen Kreisspitze wünscht: „Treten Sie bitte in die Fußstapfen von Joachim Arnold. Lassen Sie uns weiterhin an einem Tisch zusammen kommen und auf Augenhöhe miteinander sprechen – Kommunalpolitik, Landwirte, Naturschützer, Vertreter des Forstamtes und Jäger. Wir hatten immer eine gute Zusammenarbeit“, sagte Seum. „Und das wird mit mir als Landrätin auch so bleiben“, versichert Becker-Bösch.

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